EggerhausMuseum · Altmünster am Traunsee
Das Eggerhaus am alten Standort, Südseite (Foto: Rudolf Heckl)

Egger obs Moos

Spätmittelalter bis 1995

Die ältesten Erwähnungen des Gutes „obs Moos“ – oberhalb eines sumpfigen Gebiets am Fuß des Grasbergs, wo möglicherweise Torf gestochen wurde – zeigen, dass es 1504 zur Herrschaft „Ebenzweyer“ gehörte.

Die Besiedlungsgeschichte Altmünsters lässt vermuten, dass das Gut schon im Mittelalter oder früher in der einen oder anderen Form bestand. Der Name „Eckergut obs Moos“ geht auf die Besitzerfamilie Ecker zurück. Aus dem 17. Jahrhundert stammen der älteste Münzfund und die älteste dokumentierte Fassadenmalerei. Weitere Details enthält Gunter Dimts Dokumentation „Egger obs Moos“.

Das Moos am Fuß des Grasbergs, das dem Gut den Namen gab
Das Moos am Fuß des Grasbergs, das dem Gut den Namen gab

Um 1700 muss das Gut genug erwirtschaftet haben, um Wiederaufbau und Erweiterung zu ermöglichen. Das einstöckige Blockhaus wurde durch einen Steinbau ersetzt; die Konstruktionsfuge ließ sich beim Abriss nachweisen. Aus dieser Zeit stammen auch der geräumige Blockbau des heutigen Obergeschosses und die beiden prächtigen Truhen aus der Werkstatt von Simon Pyringer, deren Inschriften die neuen Besitzer nennen: Matthias und Maria Putz.

Zeichnung: das Haus in der frühen, einstöckigen Bauphase (Gunter Dimt)
Zeichnung: das Haus in der frühen, einstöckigen Bauphase (Gunter Dimt)

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde weiter modernisiert. Die Stube erhielt einen Kachelofen, die alte Küche wurde überflüssig, und über der ehemaligen Feuerstelle entstand ein Backofen, der bis heute zu besonderen Anlässen beheizt wird. Die Holzdecke im Vorhaus wich dem Gewölbe.

Im 19. Jahrhundert kamen Nebengebäude dazu, der Hof wurde eingefriedet. Aus dem L-förmigen Hof mit einstöckigem Bauernhaus wurde ein Vierseithof, ein sogenannter „Einspringer“ mit Innenhof. Diese Form behielt er bis 1951. Die Zeichnung von Gunter Dimt und die Fotos von Rudolf Heckl und Christian Puttevils zeigen das.

Zeichnung: der Vierseithof um 1830 (Gunter Dimt)
Zeichnung: der Vierseithof um 1830 (Gunter Dimt)

In den 1950er- und 1970er-Jahren wurde weiter modernisiert und renoviert. In dieser Zeit wurde der Flügel umgebaut, in dem sich heute der Mehrzweckraum befindet, und das jetzige Wohngebäude errichtet. 1995 sollte der „Hausstock“ schließlich einem modernen Wirtschaftsgebäude weichen.

Das Eggerhaus 1978 (Foto: Christian Puttevils)
Das Eggerhaus 1978 (Foto: Christian Puttevils)

Weiter: Abbau und Wiederaufbau 1995–2003