Eggerhaus, Eggerstadl und Troadkasten in den Jahren 2003 bis zur Gegenwart

Nun galt es, dieses Baujuwel zu erhalten und mit neuem Leben zu erfüllen!

Und das gelingt wohl am besten, wenn einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben wird, das Gebäude im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen, aber auch privaten Feiern kennenzulernen.

In diesem Sinne wird das Eggerhaus 2007 um den „Eggerstadl“ bereichert, der zwar aus der Gegend um Linz stammt (vom „Seilergütl“), aber in Größe und Bauform gut dazu passt und sich von nun an als beliebter Veranstaltungsort einen Namen macht. Im Jahr darauf verbindet ein Tor mit entsprechendem Torbogen in alter Bauart den Stadl mit dem Wohnhaus.

eggerhaus stadlbaufbau 2008eggerhaus stadl verbindung

2015

Auch wenn dieses Jahr von der Umgestaltung und Konsolidierung des Vereines gekennzeichnet ist, was durch diverse gemeindepolitische, aber auch vereinsinterne Ereignisse notwendig geworden ist, wird einiges erledigt. Unter anderem wird der durch Überhitzung stark beschädigte historische Pfeifenkachel-Herd in der Küche repariert, der Stadl und die Möbel im Obergeschoss des Haupthauses müssen sich einer schon lange fälligen Wurmkur unterziehen und im Keller entsteht aus gebrauchten Bestandteilen eine Küche, die in Zukunft dem Verein die Arbeit bei Veranstaltungen erleichtern werden

Dem Stadl folgte 2016 ein weiteres Nebengebäude, ein „Troadkasten“, wie man bei uns die Kastenspeicher zur Aufbewahrung des Getreides nennt.
Er stammt aus der Viechtau und stand also in unmittelbarer Nähe des Eggerhauses. 2008 wurde er abgebaut, 2016 wurde er repariert und neben dem Wohnhaus wieder errichtet

2016

Die schon traditionelle Eggerhaus-Veranstaltung „Frühlingsbeginn“ fand am 19. März 2016 statt. Viele Vorarbeiten waren notwendig: das Material für die Palmbuschen muss gesammelt werden, Plakate, Transparente und Handzettel müssen entworfen, gedruckt und verteilt und Zeitungsartikel geschrieben werden.

Ein buntes Programm bei schönem Wetter erfreute unsere vielen Besucher.

Wiedererrichtung des „Troadkastens“

eggerhaus troadkasten abbau

Parallel dazu liefen die Vorbereitungsarbeiten zur Wiedererrichtung des Troadkastens, der von der „Vorderen Gassen“ in der Viechtau – also ganz aus der Nähe - stammt und 2008 von Mitarbeitern des Eggerhauses und der Landjugend Altmünster abgetragen wurde. Bevor er allerdings errichtet werden konnte, musste sein zukünftiger Platz gerodet werden, ein entsprechendes Fundament geschaffen und die durch den Zahn der Zeit sehr stark mitgenommenen Teile repariert, ersetzt oder gar neu hergestellt werden.

Im März wurde mit der Wiedererrichtung bereits begonnen, - keine leichte Aufgabe, wie die Fotos zeigen und uns Friedrich Spießberger, unser Obmann schilderte:

"Es geht sehr zäh voran, weil so viel zu reparieren und auch so schwer altes, für uns brauchbares Holz zu finden ist, aber es geht voran. Zum Teil müssen wir, vor allem Stefan Hobl, der Zimmermann, die Teile rekonstruieren, weil nichts Passendes aufzutreiben war. Eine andere Herausforderung stellt natürlich das Gewicht der Blockbauteile dar, aber wir haben Lösungen gefunden, die schweren Balken vom Flugdach in den Stadl und von dort auf den Bauplatz zu transportieren".

troadkasten aufstellen beginntroadksten bundtram haengertroadkasten aufbau balken 1troadkasten aufbau balken 2

 

Der Troadkasten – ein Kastenspeicher in einstöckiger Holzblockbauweise zur Einlagerung von Getreide oder Saatgut ist fertig.
Eine großartige Leistung vieler, vor allem unseres Obmannes Fritz Spießberger und seiner Frau Sigrid. 

Es wurden möglichst alle Originalteile verwendet, und wo das nicht mehr möglich war, die fehlenden Teile aus Altholz nachgebaut.Stefan Hobl

Die Verbindungen der Bauteile des Blockbaus werden originalgetreu und “historisch” durch Originalholznägel zusammengehalten, wo welche fehlten, hat Stefan Hobl selbstverfertigte Holznägel verwendet. An anderer Stelle kamen alte geschmiedete Nägel und nur bei der Dachhaut neue Nägel zum Einsatz.

Die Fotos von Fritz Spießberger dazu zeigen einige Bauetappen, wie
- das Hinaufheben der schweren Dachstuhlteile
- Flugpfetten, schwere Teile ganz außen, die Mauerbänke auf den Seitenwänden und die Bundtram, die die Balken, die Mauerbänke und Flugpfetten verbinden
- die Arbeit an den Dachsparren
- das äußerst wichtige und praktische Gerüst, das uns die Gemeinde aufgestellt hat, 
  der turnende Junge ist Enkel Jannik, der offensichtlich auch vom “Eggerhaus-Virus” infiziert wurde
- das Planendach "Planen haben uns während der ganzen Bauzeit begleitet, ich hatte schon eine “Planenallergie”, und nie waren sie dicht" schildert Fritz. 

Troadkasten Bundtramtroadkasten dachsparren 1.8troadkasten geruest jannicktroadkasten sigrid dachnagel

Das Gelände wird gerade begrünt und natürlich sind noch die Kare (Truhen bzw. Vorratseinrichtungen, in denen die verschiedenen Getreidesorten bzw. die Ernten verschiedener Besitzer gelagert wurden) anzubringen.

Der Troadkasten wird nun als neuer Bestandteil des Eggerhausmuseums bei Veranstaltungen eingesetzt  (erstmals zur Wintersonnenwende Dezember 2016 - siehe Bildergalerie)!

Eggerhaus mit TroadkastenFertiger Troadkasten

Ehrung HR Dr. Gunter Dimt mit der Verdienstmedaille in Gold der Marktgemeinde Altmünster

für seine Leistungen um das kulturelle Leben in der Gemeinde durch  Frau Bgm. Elisabeth Feichtingen anlässlich der Wintersonnenwendefeier
am 21.12.2016 im Eggerhaus.

Die Begrüßung erfolgte durch unseren Obmann Georg Pangerl, die Laudation wurde von Mag. Friedrich Spießberger gehalten.


Ehrung Dr. Dimt - Begrüßung durch Obmann Georg PangerlEhrung Dr. Dimt - Laudatio gehalten von Mag. Friedrich SpießbergerEhrung Dr. Dimt, Eggerhaus Dezember 2016ehrung dimt 01 Wolfgang Spitzbart

Das Gruppenfoto - 3. Foto von links -  zeigt (von links beginnend) Vzbgm. BSI Franz Spiesberger, Stv. Obmann Mag. Friedrich Spießberger, Obmann Georg Pangerl,
HR Dr. Gunter Dimt, Bgm. Elisabeth Feichtinger Bed, GR Klaus Mittendorfer, Gemeindevorstand Mag. Johann Mittendorfer.

Im Rahmen der Wintersonnenwende wurde auch der reich illustrierte 2. Band "Bemalte Möbel aus der Traunseeregion,1760 - 1860" präsentiert und vom Autor Herrn Dr. Dimt persönlich vorgestellt. Im Veranstaltungsraum ist eine Fotoausstellung zu diesem Band zu sehen.

 

2017 

Februar - April 2017 - MehrzwecksaalEggerhaus Mehrzwecksaal neuer Kachelofen und Boden

Unser Veranstaltungssaal hat einen "neuen" Kachelofen aus der Zeit um 1800 bekommen, ein Schmuckstück für diesen Raum.
Mit viel Einsatz und Mühe wurde auch ein neuer Boden verlegt, der dem Raum eine besonders freundliche Atmosphäre verleiht.

Februar - April 2017 - Bericht zum Stadlanbau

Mit dem Anbau für WC-Anlagen, Catering-Bereich und Lagerraum soll nun die Infrastruktur entscheidend verbessert werden.
Wichtige Vorbereitungsarbeiten für den Anschlus an das Abwasserkanal- und Wassernetz wurden bereits durchgeführt, dass dies so schnell erledigt werden konnte,  verdanken wir vorallem dem großen Einsatz unseres Obmannes Georg Pangerl.
Eggerhaus Vorbereitungsarbeiten StadlanbauEggerhaus Vorbereitungsarbeiten StadlanbauEggerhaus Vorbereitungsarbeiten Stadlanbau

Frühlingsbeginn im Eggerhaus am 8. April

Im Rahmen unseres traditionellen Ostermarktes wurde der Frühlingsbeginn im Eggerhaus gefeiert. Musikalisch umrahmt von der KnopfSaitenKnopf-Musi und dem Gemischten Chor Altmünster, der mit dem Eggerhausverein gemeinsam das Fest veranstaltete. Palmbuschen-Weihe, Brotbacken, Osterschmuck, Kinderprogramm sowie Mehlspeisen und Imbisse standen am Programm.

Unsere Fotogalerie ist unter Bildergalerie - Frühlingsbeginn 2017 zu sehen.

Positiv wurde berichtet - mit stimmungsvollen Fotos von Herrn Wolfgang Spitzbart -  in der Salzkammergut Rundschau und in den Oberösterreichischen Nachrichten!

Was sonst noch geschah - weitere Aktivitäten bis August 2017

Um so eine Institution wie das Eggerhaus und seinen Trägerverein am Leben zu erhalten und zu betreiben sind zuerst einmal jene – praktisch zur Gänze ehrenamtlichen - Aktivitäten notwendig, die man gerne als „Tagesgeschäft“ bezeichnen würde, was sie aber nicht sind. Sie sind anspruchsvoll, verlangen viel Know-how, kosten Zeit und werden oft zu wenig wahrgenommen:

Grafische Arbeiten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit (Andrea), administrative Vereinsarbeiten und Management der Veranstaltungstermine (Jutta), Aktualisierung der Homepage (Sabine, Fritz), Betreuung von Privatveranstaltungen und Anwesenheitsdienste, Mithilfe bei den öffentlichen Veranstaltungen, Kommunikation mit der Gemeinde, diversen Institutionen und Wirtschaftsbetrieben (Georg, Sigrid), Garten (Walter & Mathilde), Reinigungsarbeiten, Pflege des Geländes etc. etc.

Dann gibt es aber noch einige weniger spektakuläre Aktionen, die entweder der Erhaltung des Hauses oder der Verbesserung der Infrastruktur dienen:

Der Kampf gegen den Holzwurm, der, obwohl nie hundertprozentig erfolgreich, geführt werden muss, um diese Bedrohung wenigstens im Griff zu haben. Nach dem Stadl, dem Troadkasten und den Möbeln im Obergeschoss vor zwei Jahren ist heuer im Juli der Dachboden dran.

Damit verbunden war eine großzügige Aufräum- und Reinigungsaktion, die allerdings erst zu Ende geführt werden kann, wenn der Lagerraum im Stadlzubau fertig ist.

Die wichtigsten Zugänge (Haupteingang, Stadleingang, großes Stadltor zur Wiese und Hintereingang zum Zubau) bekommen ein Pflaster mit passenden Platten, damit die Verschmutzung etwas eingedämmt werden kann. Damit verbunden ist übrigens auch die Sanierung (Versiegelung) des Stadleingangsbereichs, der schon sehr unter dem schlechten Wetter gelitten hat.

Im Juli 2017 geschieht mit der Inventarisierung (samt Foto) eines Großteils der Gegenstände und Gerätschaften eine ganz wichtige Arbeit, die Teresa geleistet hat. Die Daten müssen jetzt noch komplettiert und adaptiert werden. Dazu muss gesagt werden, dass Dr. Dimt schon vor Jahren großartige Vorarbeit geleistet hat.

Sommer 2017 Stadlanbau

 

Auch wenn die Arbeiten immer wieder durch Veranstaltungen, organisatorischen Herausforderungen und Wetterkapriolen beeinträchtigt werden, nimmt der Stadlanbau dank des intensiven Einsatzes aller daran Beteiligten schon sehr konkrete Formen an.

 

Von Mai bis Juni werden die Grundplatte und eine niedere Stützmauer gegen die Böschung betoniert und die Mauerung hinterfüllt, der Holzriegelbau mit dem Dachstuhl errichtet und das Dach gedeckt.

 

Im Juli erfolgte die Verplankung und Wärmedämmung der Außenmauern und des Dachstuhl sowie den ersten Teil der Wasserinstallationen, im August die Bodendämmung und die Fertigstellung eines Großteils der Wasserinstallationen.

 

 


Wintersonnenwende im Dezember 2017
Zahlreich war der Besuch zur traditionnellen Wintersonnenwende im Eggerhaus